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Rea Revekka Poulharidou

was wir brauchen

by Rea Revekka Poulharidou

zurück
aus einer welt
im nirgendwo –

wir brauchen
den stich der rose

eine herbe form von licht
an trostlosen nächten

tränen. die unseren mund
versalzen

ob vom rauen wind
oder der erinnerung

keine andere geschichte als
die unsere

einen brutalen traum
getränkt mit unserem leben

leidenschaftlich offen
illusorisch

worin wir aufwachen
ihm substanz verleihen

sein gesicht zu uns wenden
widerwillig

& sehen
für einen augenblick

wie schneeflocken
darauf schmelzen

& leuchten

© Rea Revekka Poulharidou

deine augen

by Rea Revekka Poulharidou

die kamera in deiner hand
der bleistift in meiner

du sitzt auf der terrasse
die beine überkreuzt

dein lächeln
kess & frech

deine augen
inwendig geflutet

mit außergewöhnlichem
licht

das leuchten in dir – mehr
als je aus dir fließen könnte

seine quelle tief in dir
weiter & strahlender

als alle sonnen &
sterne

licht
jenseits seiner selbst

© Rea Revekka Poulharidou

kindheitswege

by Rea Revekka Poulharidou

ihre tage
angefüllt mit träumen
in denen bäume erzählten
& jeder augenblick
wunder barg

wie sie lagen
im hohen gras
& fiebrige worte
es war einmal
ihr herz eroberten

die tage vergingen
die sonne verglühte
das licht nahm ab

die kinder standen auf. gingen hinab
den unvermeidbaren pfad. suchten
nach unberührten tälern
nach wundern
liebe

jahre später. auf demselben hügel
werden sie fündig. sehen wie sie
alles umhüllt. in einer
tröstenden wolke

© Rea Revekka Poulharidou

stille

by Rea Revekka Poulharidou

ich liebe die stille, diese andere welt
& wenn ich schreibe, verhandle ich in gewisser weise mit ihr –
denn da ist immer der wunsch, die hoffnung, dass es nicht zwei unterschiedliche welten sind
klang & stille
sondern, dass sie eins sind
& nur unser hören versagt

© Rea Revekka Poulharidou