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flammen

holzscheite fielen zusammen.
unter dem gewicht der flammen

flammen fielen zusammen
vom eigenen gewicht

wir aßen.
beobachteten das feuer

du sagtest.
du wolltest wieder malen

du fragtest.
dein gesicht vom schatten der flammen
gezeichnet

hast du das perfekte wort
noch immer nicht aufgegeben?

© Rea Revekka Poulharidou

tage in blau

3.00 und 5.00 und 7.30
und 10.00 und 15.00 uhr
und tage vergehen

allein am ufer
haie spielen
im see

aus dem federbett kann ich dich nicht schütteln
jeder winkel atmet deinen namen
jede meiner pore sehnt sich
nach dir

in einer winternacht
maltest du mich in blau
mit fledermausflügeln
und kristall

mit kristall
legtest du mich frei

tauchtest mich in farbe

azurblau
karminblau
sternenblau

in mir fließt ein strom
mit goldblauen blüten
ein zug in der ferne
möwen schweben
im raum

öffnete ich jetzt meine lippen
ich würde überfließen
strömen

an deine küste

blau
blau
blau

© Rea Revekka Poulharidou

rot

und plötzlich. male ich wieder. verbotene gedanken. den namen der sehnsucht. brennendes verlangen. glutrotes weiß.
ich durchtränke die leinwand mit meerwasser. tauche den pinsel in feuer. worte verglühen. silben hängen in der luft. zerfallen zu asche .. schsch .. sprich nicht weiter.

die augen geschlossen. als müssten wir sie schützen. als würden sie sonst vergehen. nur die sinne leiten uns. du öffnest die eine tür. blendendes rot.

meine hand sucht die vertrauten pfade deines körpers. namenlose, verschlungene wege. orte. geheimnisumrankt. schatten marmorgezeichnet, mondgewebte haut .. schsch .. frag nicht nach meinen namen.

berührung auf berührung. haut auf haut. atem auf atem. sag, es ist verboten. sag, es ist erlaubt. sag, rot .. schsch .. ich will dich kosten, deinen duft verführen. ich will die farbe deines geschmacks malen. granatapfelrot. feuer unter der zunge. dein atem mein rausch.

erlaube diese eine reise um deinen hals, dein kinn, um deine wangen, augen. lippengehaucht. erlaube mein flüstern. mein schweigen .. schsch .. still. ungezähmte küsse in blühenden gärten. lass uns gehen, weiter, weiter. bis die nachtluft brennt

© Rea Revekka Poulharidou

malen

könnte ich mit meinen worten malen, malte ich dich – diesen moment – wie deine augen über die buchseiten gleiten, als streichelst du sie, als tanztest du mit ihnen zu einem lied, das nur du hörst. bist eingetaucht in eine andere welt, reist durch landschaften und zeiten, atmest in einem anderen leben. ich sehe dich an, unentwegt. tippe diese paar worte. und kann den blick nicht von dir nehmen

© Rea Revekka Poulharidou