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wenn ahnungslos

die stille
im ungesagten
berühren

doch wenn ahnungslos und kalt
der tag anbricht. ein vogel
durch das fenster fliegt &

dir eine szene zurück bringt in einer glaskugel
& sich der gedankenstrom in staub auflöst
der geruch von erloschenem feuer über
herbstliche straßen treibt

ist es schwierig zu schreiben
über das wahre bild. die wahre hand.
das herz.

den zusammenhang erklären
eines einfachen satzes –

die stunde. der schatten. das feuer.
die blume auf dem tisch

schwierig unter der sonne ein wort zu wiegen
bis es ausgeglichen ist
mit liebe

© Rea Revekka Poulharidou

mein meer

mein meer - Briefgedicht von Rea Revekka Poulharidou

mein meer (61)

zum wertvollsten besitz wurde mir das meer
sowie jede erinnerung daran.
jetzt wogt es nirgendwo sonst als in mir.
überall in meinem körper.

auf eigenartige unerklärliche weise
gefällt mir die vorstellung
dass dieses meer nur mir gehört –
blau lichtdurchflutet

tief stürmisch still –
eine kostbarkeit
jenseits jeder realität

© Rea Revekka Poulharidou

september

die wiese ist noch grün. grün.
ein vogel zwitschert. einmal.
oder zweimal.
stille

nichts kommt. nichts geht.
die pforten des meeres sind verschlossen.
nur der himmel ist noch wach. doch
kein mond geht auf.

warten. auf den morgen.
die sonne sehen. es genügt.
die sonne sehen

wenn  auch nur. hinter
einem fenster

© Rea Revekka Poulharidou