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finden und verlieren

Was ich gefunden habe

Einen Eintrag in einem Buch, das ich auf dem Flohmarkt erstanden habe: „Wenn du diese Zeilen liest, trittst du schon in meine Welt. Dies ist heute unsere erste Begegnung.“

Was ich im Laufe der Zeit verloren habe

Knöpfe, Tage, Wochen, Bleistifte – unzählige. Eine Liebe, die den Horizont umarmte

© Rea Revekka Poulharidou

menschen

Wir haben es uns angewöhnt, ohne darüber nachzudenken, Menschen nach ihrem Gestern und nach ihrem Heute zu beurteilen. Doch das, was ein Mensch von sich preis gibt, ist nur eine winzige Spitze eines Eisbergs, dessen größter Teil unter der Oberfläche liegt. Mitsamt seinen Rissen und Narben, die direkt zum Grund seiner Seele führen

© Rea Revekka Poulharidou

warten

by Rea Revekka Poulharidou

“Irgendwo wartet jemand auf dich” – ein eigentümlicher Satz. Warten. Stillstand.

Menschen sind auf dem Weg, begegnen sich, sind in Bewegung. Gehen aufeinander zu, aneinander vorbei, drehen sich um, gehen ein Stück weit zurück, sehen sich an, wechseln erste Worte. Sie warten nicht, sie begegnen sich

© Rea Revekka Poulharidou

Einst

by Rea Revekka Poulharidou

einst
gab es
uns

am falschen Ort
zur falschen Zeit

heute
lachen wir
weinen wir
legen uns
das Gestern
in den Mund

sternlose
Erinnerungen
in Worte
gefasst

dein Atem
im Schlaf
wieder
im Schlaf
dein Atem

ich flüstere
vom Meer
der Sonne
Salz in den
Augen

schreibe
unsichtbare
Worte auf
deine Haut

küsse deinen
Atem

am falschen
Ort
zur falschen
Zeit

© Rea Revekka Poulharidou