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nacht

die nacht
ein meer
außerhalb
deines körpers

der sternklare himmel
ein wald aus vögeln
blumen fischen
ein wundervoller traum

das meer
ein spiegel der dinge
heute nacht

denken ist schönheit
ein zuhause
ist sonne
tag
ein licht
ein feuer

der schatten an der wand
klang dieser winternacht

© Rea Revekka Poulharidou

zuhause

& plötzlich ergibt alles
einen sinn

zuhause
du & ich

wie sich das licht
ändert. an diesem
abend. im februar

saphirhimmel
oben & unten eine welt
aus schnee

& spielende kinder
& das lächeln im gesicht
des schneemanns

& das alles teilen
mit dir

& danach gemeinsam
nach hause gehen

& das abendessen
picknick auf dem boden

& das fraglose wissen
um unsere müdigkeit

& dennoch dieser genuss
aneinander

wie jetzt. wenn du mir
die süße aus äpfeln & honig
reichst

© Rea Revekka Poulharidou

liebe verstehen

ich stelle mir vor, wie du
der beginn dieses gedichts bist

ich stelle mir vor. wie der regen es
an dein fenster schreibt

wie deine haut den duft
der erde atmet –

liebe verstehen

es genügt nicht
die wertvollsten gärten unserer hoffnung
in den himmel zu säen

es genügt nicht
die zukunft aus der blüte
einer rose zu lesen

liebe verstehen

in der art wie dornen
ihre rose beschützen

nicht zulassen. dass der mond
seinen schläfrigen kopf
auf unser dach legt

& unsere worte
im nachthimmel
verglühen

ihnen folgen. wo immer sie auch hinführen
alles hören. wie den pfeil
bevor er trifft –

unser herz schälen
schicht für schicht

sehen
was darunter
liegt

herz
unter
herz

© Rea Revekka Poulharidou

sternstunde

wir fanden einen weg
zu den sternen

hinter der silhouette
des monds

wolken ruderten
voran

der anfang einer geschichte
geschrieben mit silberner schrift

was auch immer geschehen sollte
es geschah noch nicht

blauer himmel
blaue unendlichkeit
blau über der erde

warum geschehen die großen dinge
nur so weit entfernt von uns?

© Rea Revekka Poulharidou

perseiden

Göttervater Zeus begehrt Danae und findet durch das Dach ihres Gefängnisses Zugang zu ihr, indem er sich in einen goldenen Regen verwandelt.

wir liegen im gras
unter einem himmel
sternenbedeckt

warten

bis es gold regnet
bis wir durchtränkt sind
von licht & nacht

& nichts anderes
begehren
als das

was Zeus & Danae
begehrten

© Rea Revekka Poulharidou