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erste nacht

by Rea Revekka Poulharidou

der traum vom meer
in der ersten nacht

aufgewacht
in frieden

blaue dunkelheit
schneeflocken

trieben wurzeln
im wasser

alles, was kahl war & still
war voller bewegung

nacht lag über
dem schnee

& doch gab es
hoffnung

dämmerung
morgen

lichter winter
himmel

© Rea Revekka Poulharidou

zucker

by Rea Revekka Poulharidou

wir sitzen am tisch
& ich denke

sag es. los. fordere mich auf
etwas unmögliches zu tun

etwas völlig absurdes. nutzloses
etwas unvorstellbares & unnachahmliches

wie in deinen armen ein orchester spielen zu lassen
oder in 20 minuten eine halbe stunde zu gehen
oder mich an morgen zu erinnern

doch alles was du sagst ist:
‚gibst du mir bitte den zucker?‘

& ich lächle & kehre zurück
aus der fabelhaften welt
der möglichkeiten

& gebe dir das süße weiß
mit händen wie hände
nur zittern können

© Rea Revekka Poulharidou

was wir brauchen

by Rea Revekka Poulharidou

zurück
aus einer welt
im nirgendwo –

wir brauchen
den stich der rose

eine herbe form von licht
an trostlosen nächten

tränen. die unseren mund
versalzen

ob vom rauen wind
oder der erinnerung

keine andere geschichte als
die unsere

einen brutalen traum
getränkt mit unserem leben

leidenschaftlich offen
illusorisch

worin wir aufwachen
ihm substanz verleihen

sein gesicht zu uns wenden
widerwillig

& sehen
für einen augenblick

wie schneeflocken
darauf schmelzen

& leuchten

© Rea Revekka Poulharidou