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hier und jetzt

an tagen wie heute
rede ich nur im jetzt

das morgen und gestern
was ist das schon

nicht mehr als ein nebel
ungreifbares im auge der zeit

alles bist du mir
regen & duft nach meer und moos

blühender mandelbaum
amseln bienen blumen

dem blau
die sonne

mein himmel
mein licht

© Rea Revekka Poulharidou

deine augen

by Rea Revekka Poulharidou

du sitzt mir
gegenüber

dein lächeln
kess & frech

deine augen
inwendig geflutet

mit außergewöhnlichem
licht

das leuchten in dir – mehr
als je aus dir fließen könnte

seine quelle tief in dir
weiter & strahlender

als alle sonnen &
sterne

licht
jenseits seiner selbst

© Rea Revekka Poulharidou

den ganzen tag

den ganzen tag
flüsterte der himmel
dem meer zu

doch
nichts
bewegte sich

in den gassen
sperrten fensterläden
die sonne aus

zwischen den lamellen
schoben sich kinder
nachrichten durch

tintenblaues papier
segelte herab

in der ganzen stadt
hielt die liebe aussschau
nach uns

überall
folgte sie uns
nach

den ganzen tag
schrieb ihr finger
auf meinem bauch

stieg
mein feuchtes
rückgrad hinauf

ich nahm
den blick
von ihr

die stadt erwachte
katzen reckten sich
standen auf

fensterläden
öffneten sich
nach & nach

dieselbe einsamkeit
die uns verschließt
öffnet uns wieder

© Rea Revekka Poulharidou

seenacht

unzählige male
tauchten unsere körper
in diesen see

flüssige fossile
aus licht

wir gossen uns in die strömung
kletterten auf die sandbank
schwer & menschlich

der see – ein märchen
nachts gehen wir hin
es zu hören

sterne
silberteppich
wir legen ab
was wir sind

gleiten
über
den himmel

© Rea Revekka Poulharidou

erneut träumte ich

erneut träumte ich
du seist hier

& wachte im sicheren glauben auf
es sei deine stimme

liebe ist honig
liebe ist wein

denke nie
ich sei weit entfernt

sagtest du
im traum

ich wachte ein wenig mehr auf
& erinnerte mich

du am fluss. am see. am meer

ich wartete
bis ich

deinen atem spürte
deine stimme hörte

ich lag lang
& vergaß

© Rea Revekka Poulharidou

da war ein geräusch in der ferne

war es ein vogel der empor flog
war es ein schatten über dem schnee

war es ein arm um eine schulter
war es eine weitere chance

war es ein wort auf einem blatt papier
war es ein satz der nicht beendet werden will

war es sonnenlicht auf dem bett
war es dunkelheit die nach dem morgen ruft

war es stilles verständnis
war es ein herz das raum schafft

war es liebe innerhalb eines augenblicks
war es dein träumender atem auf meiner haut

war es die feine linie die den weg weist
zwischen der ersten und letzten begegnung

© Rea Revekka Poulharidou