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da war ein geräusch in der ferne

war es ein vogel der empor flog
war es ein schatten über dem schnee

war es ein arm um eine schulter
war es eine weitere chance

war es ein wort auf einem blatt papier
war es ein satz der nicht beendet werden will

war es sonnenlicht auf dem bett
war es dunkelheit die nach dem morgen ruft

war es stilles verständnis
war es ein herz das raum schafft

war es liebe innerhalb eines augenblicks
war es dein träumender atem auf meiner haut

war es die feine linie die den weg weist
zwischen der ersten und letzten begegnung

© Rea Revekka Poulharidou

erste nacht

by Rea Revekka Poulharidou

der traum vom meer
in der ersten nacht

aufgewacht
in frieden

blaue dunkelheit
schneeflocken

trieben wurzeln
im wasser

alles, was kahl war & still
war voller bewegung

nacht lag über
dem schnee

& doch gab es
hoffnung

dämmerung
morgen

lichter winter
himmel

© Rea Revekka Poulharidou

erinnern

by Rea Revekka Poulharidou

erinnern.
nur an das licht. nach dem ich dürstete
an das leidenschaftliche flüstern
das beben unserer herzen
nur an das gebet der seele
den blühenden garten
die erde

& an die sonne. die meinen hunger
stillte
nach licht

erinnern.
nur an die worte
der liebe

© Rea Revekka Poulharidou

 

bildnis

by Rea Revekka Poulharidou

briefe
jemand liest
ein anderer schreibt
während sie wartet

sie sieht aus dem fenster
auf eine unsichtbare straße

an den wänden hängen bilder
in ihnen andere bilder
landschaften in
landschaften
licht in licht

& hier
ganz nah
papier & tinte
eine feder

sie sieht
aus dem fenster
wartet

drei jahrhunderte
die hände im schoß

ungealtert
in einem rahmen
aus zeit & stille

© Rea Revekka Poulharidou

ungetrübte augen

by Rea Revekka Poulharidou

das leben betrachten
mit ungetrübten augen –

die erde ist nach wie vor das paradies
das sie schon immer sein wollte

der himmel so weit entfernt
wie zuvor

die wolken reisende botschafter
wie seit anbeginn der zeit

da ist nichts mehr
das verworfen werden will

da sind nur noch die lieder der jungen
und die der alten, die auf etwas anderes hoffen

Herr, sprich zu ihnen in ihrer ungewissheit
sag ihnen

die schatten sind längst verschwunden
der nebel hat sich gelichtet

sag ihnen, dass licht
keine metapher ist

© Rea Revekka Poulharidou