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himmel & meer

zwischen himmel und meer - Gedicht von Rea Revekka Poulharidouhimmel

graue drückende wolkendecke
endloser milchiger dunst
wolkengewimmel
wolkenlos
blau

meer

umschmeichelnd
sonnendurchflutet
aufbrausend
stürmisch
flüsternd
still

zwischen himmel & meer

der wind
die nächte

mein stift
dein atem

© Rea Revekka Poulharidou

echo

du sagtest
mehr als sonst
spürst du das meer in der nacht

– echo einer stimme
einer erinnerung
die von zeit zu zeit
zurück kehrt

wie dieses unablässige klagen der möwen
vögel die der mai übers meer trägt

in diesen stimmen bist du mir nah

und ich wünschte es erreichte
auch dich

ein echo an erinnerung

wie diese nächtliche berührung
des meers

© Rea Revekka Poulharidou

in den nächten

in den nächten denke ich mich zu dir. du und ich an einem strand. du und ich in einer kleinen malerischen stadt. wie wir hand in hand durch verwinkelte gassen schlendern, uns in ein kleines café setzen, uns erzählen. viel erzählen.

und dann stelle ich mir diesen einen magischen moment vor. kannst du ihn dir vorstellen? diesen moment, in dem die zeit innehält, in dem es egal ist, was wir reden, was um uns herum geschieht. diesen moment, wo es nur dich und mich gibt – es ist ein kurzer moment, in dem unsere herzen durchlässig werden und uns eine unaussprechliche weite erahnen lassen.

das denke ich. und dann ist alles auf einen schlag vorbei. die menschen um uns bewegen sich wieder. stimmen werden laut. ein auto hupt. und ich sehne mich danach, dich zu berühren, deine haut. zu spüren.

dein gesicht in meine hände zu nehmen, mich leicht über den cafétisch zu beugen. zu dir hin. meine lippen. deine lippen. zu warten. auf dich. dir zu begegnen. in einem kuss. in dem lippen zu atem zu kuss – eins werden.
und so viel mehr erahnen lassen

© Rea Revekka Poulharidou